Sonntag, 13. April 2008


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Auf und ab.

| von kid37 um 04:06h | 22 mal Zuspruch | Kondolieren | Link

 


Freitag, 11. April 2008


Referrer-Botschaften

Search request: wie sag ichs ihm auf die schönste art das er papa wird

Jetzt bin ich doch etwas überrascht.


 



Wenn's schön ist, mach ein Pflaster drauf

© Laura HonseDie Neigungsgruppe Kummer & Trunk trägt ja als nom de plume auch die Bezeichnung Kunst & Tracht, denn gute Kunst und schicke Kleider haben noch das dunkelst umflorte Leben ein wenig wundersamer und strahlender werden lassen. Die Amerikanerin Laura Honse zeigt daher wie von höherer Hand bestellt derzeit die Ausstellung "Glamour without Glitter" - eine verzückend unverschönte Sicht auf abgefeierte Räume, ebensolche Menschen, kleine Bruchstellen des Lebens, kurz, das Graziöse der Verletzlichkeit. Statt Schnapstrinken lockte folglich ein Bummel zu fotografierten Partysplittern und Fragmenten einer traurigen Poesie vom Morgen danach. Laura selbst ist ganz entzückend; wir plauderten ein wenig über die Dinge des Herzens und die Lage der Fotografie, weshalb mein refrainartiger Hinweis, daß man das alles auch kaufen kann, nicht fehlen soll.

Die Ausstellung im Atomic Salon wird im Rahmen der heute startenden Phototriennale, gezeigt, die dieses Jahr zum vierten Mal in Hamburg stattfindet und über 70 Ausstellungen zur Fotografie präsentiert.

Laura Honse: "Glamour without Glitter". Noch bis zum 31.6.2008 im Atomic Salon, Glashüttenstr. 19, 20357 Hamburg.


 


Donnerstag, 10. April 2008


Speisen & Reisen



Gestern um die Abendstunde war ich mit Hamburgs attraktivster Bloggerin (konkurrierende Einwände und Proteste bitte mit Bildbeweis an links eingeblendete Adresse) was Essen, weil man a) nicht immer Tanzen kann und b) Leib und Seele auch mal anders zusammenhalten muß. Die Teller wurden brav geleert, falls sich jemand wundert, warum heute in Hamburg schon wieder die Sonne scheint. Ich berichte von meinem Fotoprojekt, den lange verschobenen Ausstellungsplänen, nichts wildes, nur um einfach wieder mal was zu machen. Und wie ja alles seinen Rahmen finden muß.

Die letzte Bahn ist angenehm leer. Am Hafen blinken die Lichter der Schiffe herein, Aretha summt ihr kleines Gebet in mein Ohr und das Rumpeln der Wagen lullt mich auf wohlige Weise ein. Die Nacht muß man sich immer wieder neu erobern, den Geruch und den Hauch der Schwerelosigkeit. Die Treppe hoch, die letzte Runde, wer Glück hat, findet eine Stimme, die dann noch ein wenig spricht.

Heute kehrte der lang verreiste Kollege zurück. Am Arsch der Welt sei er gewesen, ein ausnehmend schöner Arsch allerdings sei es gewesen. Wir beschließen, es müsse sozusagen der JLo unter den Ärschen dieser Welt gewesen sein. Dieses Jahr, so merke ich, legte ich gerne meine Hände drauf. Dieses Jahr bin ich wieder unterwegs.


 


Dienstag, 8. April 2008


Oh! Calcutta Montparnasse!

Es beginnt ja nun die Reisezeit: Wer wie ich Paris mag und möglicherweise auch ein Herz hat für die analoge Bohème der 20er und 30er Jahre, möchte sich vielleicht auf die Fersen von Henry Miller heften. Nicht wegen Unterhosenbloggen, sondern wegen der Kunst, was sonst, der Mann hat ja schließlich alle gekannt! Oder ist an ihnen vorbeigelaufen. Sozusagen das komplette Shakespeare & Company.

Amy und Eric Lehman haben einen solchen Spaziergang in ihren Flitterwochen unternommen, was auch sonst, und schreiben darüber recht unterhaltsam im Blog Miller Walks. Dort gibt es weitere Informationen, Obskuritäten und Wanderrouten zu entdecken.

>>> Miller Walks


 


Montag, 7. April 2008


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Am Wochenende nach langer Zeit erneut die ersten zwei Teile "Der Pate" gesehen. Viel über Familienkult gelernt und vielleicht auch verstanden. Man hält sich besser raus. Manchmal.

Je herzlicher der Empfang, desto lauter klingt die Tür, wenn sie zuschlägt. Irgendwann gibt man die Schlüssel zurück. Irgendwann klingelt man nicht mehr.


 


Samstag, 5. April 2008


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Die gemeinsame Vorliebe für Dijon-Senf.


 


Freitag, 4. April 2008


Nach dem Regen

Wahr ist, was wahr ist,
Daß das, was war, nicht mehr da ist.

(Die Sterne, "Wahr ist, was wahr ist")



Als nach einer langen Zeit der Regen wieder fiel, wusch er erst Flitter und Glitzer hinweg. Bald aber Farbe und Putz, das Stroh aus den Wänden, den Lehm. Ließ zurück nacktes Holz, ein Gerüst für Träume, Nägel und Seilschaften. Ließ zurück das Nichts, regnete weiter und spülte am Ende das Gesagte, Gedachte oder still auch Erhoffte die Hänge hinunter.

Wie alles immer weniger wird. Wie die Dinge, die erinnern, entfernt, abgenommen, versteckt werden. Wie man geht, weil man irrt, es gebe ein Bleiben, ein Halten, ein Dennoch. Wie aber nichts passiert. Weil es eben nie genug ist. Und wie man merkt, das was so groß hätte sein sollen, verschwindet, sich löst, zerfranst, zerfasert, bis am Ende die Gleichgültigkeit bleibt, ein leerer Tisch in einem Café. Wie alles nichts wird.

[aus meinem Buch: Pastis und Pathos. Zuviel ist nicht genug]