Samstag, 13. April 2013

Am Ende fehlte ihm die Kraft. Am Ende konnte seine weiche, weiße Decke die unter ihr krauchenden Wucherungen nicht länger halten. Am Ende verloren auch die letzten mit ihm die Geduld, wünschten den Abschied herbei, begannen, selbst die Zeit zu manipulieren, ihm zu zeigen, daß seine abgelaufen sei.
Am Ende wich er, wie das Kraftlose immer weichen muß. Er gab auf, verging, schmolz förmlich hinweg vor unseren Augen, stumm sterbend, von wenigen nur vermißt.
Jetzt wird kommen ein regnerischer Frühling, dann folgt bald schon die Zeit des Monsuns, wenn die drei Wochen Sonne im Juni vorüber sein werden. Sturzbäche werden zwei oder drei Monate alles ertränken, dann aber ist bereits wieder Herbst, die glückliche Zeit.
Bis dahin kann ich ein wenig das Spazieren erlernen, ganz wie der Spazierende Mann, dieses konzentrierte, detailreiche Werk von Taniguchi, das die im Großen ereignislosen Wanderungen eines Mannes durch seine Stadt beschreibt, wie er das kleine Links und Rechts streift, seinen Hund umherführt, den kleinen Dingen zuschaut. Wem es jetzt schon vor dem Sommer graut, mag in Ein Zoo im Winter Zuflucht suchen. Für die ruhigen Wochenenden, wenn das Geschrei einmal Pause haben soll.
>>> Geräusch des Tages: Blondie vs. Philipp Glass Heart Of Glass

Montag, 25. März 2013
Hamburg, aufgepaßt, soviel Rock'n'Roll ist selten. Morgen abend liest der Mayer Berni in meinem früheren Wohnzimmer, dem weltberühmten Molotow
aus seinem bald ebenfalls weltberühmten Roman Black Mandel.
Das ist die Fortsetzung von Mandels Büro, dieser wildtickendem Krimigroteske über abgewrackte Menschen wie du und ich, die über die Aufklärung eines Verbrechens nur selbst immer tiefer in die Dunkelheit stapfen. Jetzt geht die ganze Chose hübsch grimmig weiter, gelacht wird aber nicht unten im Keller, sondern oben in der Bar. Denkt dran: Wer morgen dabei ist, muß später seine Enkel nicht anlügen und Behauptungen aufstellen.

Freitag, 15. März 2013
Man muß sich das mal vorstellen. Da wird ein Konvolut aus einer Haushaltsauflösung versteigert, eine Aktentasche kommt mit unter den Hammer. Darin findet sich erstaunliches. Dokumente aus einer Zeit, als in der Bundesrepublik die Frisuren und Träume höher wuchsen, die Autos größer, aber auch schicker wurden und die Vorstellung vom "Wohlstand für alle" plötzlich erreichbar schien. Die Bonner Republik blühte auf, die Provinz träumte von Teilhabe (heute von DSL), und wer nicht doof war oder verklemmt, nahm sich einfach ein Stück Bienenstich. Notfalls von fremden Tellern.
Die Aktentasche gehörte Günter, Geschäftsmann mit Lebensart zwischen Piccolo und klaren Zielen. In ihr verwahrte er hunderte Dokumente aus seiner Zeit mit Margret: seine junge Sekretärin, Bienenkorbfrisur, Minirock, erst keck, später gelangweilt. Anderthalb Jahre hatten die beiden eine heimliche Affäre, beide waren verheiratet, und irgendwann bemerkte Margrets Schwiegermutter zu ihrem Sohn Lothar: "Die Margret ist aber oft mit dem Günter zusammen." Das waren sie in der Tat. Gemeinsam fuhr man im dicken Auto über die Lande, ins Casino nach Wiesbaden, kehrte in Landgasthöfen ein, traf sich in einer kleinen Wohnung, die Günter offenbar für Überstunden aller Art unterhielt.
Er schenkte Margret Blusen und Kleider und fertigte akribisch und besessen Dutzende Fotos an, Porträts, intime Einblicke, pornografische Posen. Er sammelte Haare, Schamhaare, Pillenpackungen, Fetische und Trophäen, dazu Quittungen von Lokalen und Hotels und andere Erinnerungsstücke. Archiviert wurden die mit buchhalterischer Akribie, aufgeklebt auf Karton, in Berichtsbögen mit Datum und Ort versehen. Auch über ihre Aktivitäten wurde in präziser Sprache Bericht geführt. 17.45 Uhr aufs Zimmer, lauteten etwa die mit Schreibmaschine verfaßten Protokolle. Zwei Mal gesteckt. Bis 18.15 Uhr.
Wo und wie und wie oft man sich berührte, ob in der "normalen" Position oder in "Speziallage", ob Margret ihre Tage hatte oder nicht, die Pille nahm oder wie es gegen Ende geschah, eine Abtreibung unternahm ("500 Mark") - alles wurde bürokratisch festgehalten: Beide Busen nacht[s] angefasst mit Warzen.. Danach gab es die große, weite Welt: einen Sekt und eine Zigarette, die Heiterkeit.
Diese gruselig-unpersönliche Mensch-Verwaltung entlarvt den pedantischen Gefühlsbürokraten, der seine Devotionalen als Trophäen archiviert, ohne Zärtlichkeit in den Begleittexten. Sachlich, faktisch, es fehlen nur noch Stempel und notarielle Beglaubigungen. Unangenehm im Privaten, ist das Ganze doch ein faszinierender Bericht über bundesrepublikanische Verhältnisse. Die junge Gier nach dem "Besseren", nach Flucht und plüschigem Kunstpelzglamour einerseits, die (k)alten Strukturen von Überwachung und Kontrolle auf der anderen Seite. Etwas mehr Welt wagen, aber nur im Geheimen. Vielleicht haben die in Wahrheit aber auch viel gelacht.
Hier sind ein paar Seiten abgebildet.
Nicole Delmes, Susanne Zander [Hrsg.]. Margret: Chronik einer Affäre. Mai 1969 – Dezember 1970. Köln: Verlag Walther König, 2012.

Freitag, 25. Januar 2013

Gestern ein wenig orientierungslos durch den Mittagspausensupermarkt getorkelt, kurzzeitig wußte ich wirklich nicht, wo die Salsatbar war und warum man alles umgeräumt hatte. Über Nacht. Ein bißchen schwummrig, ein bißchen mitgeführten Traubenzucker also besser mal, danach glatt durchgeschwitzt wie ein zitternder Hase im Regen.
Das hätte ich vermeiden können, gar müssen, denn zersauseltes, nasses Hasenfell ist die Frisurkatastrophe für Taxidermisten im Tierreich. Womit wir schon bei diesem Buch sind, Bad Hair Years nämlich von der Kink Martina. Die macht sich als Lady Kinkling in Blogs ein wenig rar, schreibt dafür aber launige Bücher, die ein erholsamer Trost sind, wenn man einem nassen Hasen gleich auf dem Sofa mümmelt lümmelt und sich den Sonntagnachmittag unter der Schneedecke einrichtet. Die Kink, mit der man gut in Etablissements herumsitzen kann, wenn sie nicht gerade Bücher schreibt, lakonisiert mit trockenem, dahergeschlendertem Witz über das Leben in der ganz großen Stadt, über die Männer in den verschiedenen Leben, die man so parallel führt, bis man merkt, das geht nicht. Ist so Fön - und dann ab in die Badewanne. Aber ganz herzlich.
Und dann, jetzt aber, lange haben wir darauf gewartet, aber dieser Fisch ist wirklich frisch: Toonbloggerin Lisa Neun hat endlich einen großen Schwung ihrer Bildgeschichten als wirklich hübsch gestaltetes Buch herausgebracht. Mit skurrilen Haus- und Heimgeschichten, eigensinnigen Katzen und alltäglichen Mißgeschicken, teils brüllend komisch, teils hintersinnig oder besser noch, beides zusammen. Wie das so ist, wenn eine Wienerin die Welt betrachtet (jedenfalls stelle ich mir das so vor). Das Buch kann man bequem bei Lisa bestellen. Bequemer ist Glück nicht zu haben.
Martina Kink. Bad Hair Years. München, 2012.
Lisa Neun. Fresh Fish. Erlangen, 2012.

Mittwoch, 9. Januar 2013
but the laws of nature do not.
(M. Milgrom, Still Life.)
So still. Aber ein Blog schreibt sich manchmal fast wie von allein, da kann ich mich still zurückziehen und endlich ein paar Bücher weiterlesen, die ich im letzten Jahr begonnen hatte, aber zur Seite legen mußte, weil mir ab und an so still dunkel wurde.
So wie Still Life von Melissa Milgrom, eine ganz wunderbare und spannende Reise in die Welt der Tierpräparation. Die US-amerikanische Journalistin Milgrom tastet sich von erster Neugier getrieben insgesamt recht furchtlos von aktiven Meistern des Fachs zu den in den USA recht verbreiteten Conventions und Wettbewerben vor und stellt die Pioniere der Kunst und großen Namen der Museumstaxidermisten vor. Das beginnt bei den berühmten Schwendemans, die ihr geduldig die aufwendigen und komplizierten Methoden des Sezierens, Aufbereitens und Nachbildens erklären, denn "Ausstopfen" ist nur etwas für Stümper. Der Titel bedeutet im Grunde auch "still alive", denn ein guter Präparator läßt sein Tier weiterleben, auferstehen und einen realistischen Eindruck von Natur vermitteln. So auch der Anspruch der Überväter der Taxidermie, die handwerkliche Grundlagen bildeten für jüngste Arbeiten, in denen lange ausgestorben Tiere anhand von DNA-Spuren akribisch nachgebildet werden.
In den insgesamt sehr waffen- und jagdbegeisterten USA wird auch die Taxidermie viel selbstverständlicher wahrgenommen. Die geschossenen Eichhörnchen und Rehe und Stinktiere wollen gezeigt werden, denkt der Jäger. Die engagiertesten zeigen ihre Geschöpfe auf Wettbewerben, dort werden dann auch präparierte "Pandas" gezeigt, die natürlich nicht echt sind. Humor gehört dazu: "A man in a PETA shirt caused a stir until people realized the acronym stood for People Eating Tasty Animals." Am Ende gewinnt den Wettbewerb ein Deutscher mit einem verblüffend lebensechten Ensemble Spatzen. Da kann man mal sehen, daß es nicht immer einen Säbelzahntiger braucht, um im Leben zu punkten.
Carl Akeley hingegen jagte Anfang des 20. Jahrhunderts seltene Tiere in Afrika (man muß ihn sich als eine Figur Hemingways vorstellen), aber aus einem wissenschaftlichen Interesse. Seine Expeditionen begleiteten Maler, die später die Hintergründe für aufwendige Dioramen anfertigten, vor denen Elefanten und Affen wie aus ihrem Alltag herauskristallisiert präsentiert wurden. Diese Arbeiten waren bestimmt für das American Museum of Natural History und zu ihrer Zeit eine Sensation für Publikum und Wissenschaftler. Interessant sind auch die vielen kritischen Einschübe. Etwa, als das Smithsonian umbaute und die wertvolle Sammlung teilweise auf dem Müll landete oder - wie der Blauwal, der dem Abrißunternehmer zufiel - auf eBay. Ein kompletter Blauwal auf eBay! Das Smithsonian ersetzte die wissenschaftliche Sammlung durch eine Art Disneyland mit toten Tieren, in dem digitale Effekte für Dschungelgeräusche, Tag- und Nachtwechsel, Regen und Sonnenschein sorgen. Was nicht nur Milgrom befremdet.
Ein schöner Seitenblick ist der Besuch bei der "Anti-Taxidermistin" Emily Mayer in England. Die benutzt eine von ihr verfeinerte spezielle Methode und steht etwas außerhalb der Szene. Sie arbeitet mit Damien Hirst zusammen, der nun keine Ersatz-Tigerhaie mehr für seine Glasbehälter besorgen muß, weil Mayers Methode ihren dauerhaften Erhalt garantieren. Am Ende von Milgroms Reise geht es ans Sachen machen Eingemachte: Unterstützt von den Schwendemans macht sie sich fluchend, zögernd und fleißig an ihr erstes Eichhörnchen. Beruhigenderweise ging es ihr dabei wie uns allen: "I wasn't sure I had the stomach for taxidermy. [...] I could barely watch Julia Child filet a fish on TV."
Ein Handbuch des praktischen Hauswissens, möchte man meinen. Denn es ist - bei deutschen Verlagen fast undenkbar - lobenswerterweise mit einem umfangreichen kommentierten Fußnoten- und Quellenanhang versehen.
(Melisssa Milgrom. Still Life: Adventures in Taxidermy. New York, 2010.)

Montag, 24. Dezember 2012

Ach, Weihnachten, traditionell das Fest der over-indulgence. Wie zur Warnung und zum Genuß dieses ganz wunderbare Buch The Swallowing Plates von Lisa Wood.
Die ist Expertin für faux tableaux und bastelt, wenn nicht mit Insekten, dann mit pseudo-viktorianischen Fundobjekten hübsche und meist auch lehrreiche Dioramen. Hier hat sie sich der Wunderwelt der Laryngologen zugewandt, eine Profession, die mancher an Festtagen zu schätzen wissen wird, sollte eine Karpfengräte oder ein Gänseknorpel quer liegen. Falsch und schlecht Verschlucktes war nämlich auch die Leidenschaft des besessenen Spezialisten Dr. Chevalier Jackson (1865-1958). Der trug über 2000 bestimmungsfremde Fundstücke aus Luft- und Speiseröhre zusammen, Haare, Knochen, Nägel, Schlüssel und andere Metallteile, Knöpfe... all so was eben.
Inspiriert und beseelt vom Instinkt der Transformation of Waste hat Wood, die eigentlich Schmuckdesignerin ist, über 30 Assemblagen angefertigt, poetische Fallstudien mit Fehler, denn leider sind sie erfunden. Hier kann man durchs Buch blättern, wenn man gerade nicht an meinem Gabentisch sitzt. Mehr schön Absonderliches gibt es auf Woods leider noch nicht ganz fertigen Webseite zu sehen.
Übertragen ließe sich das Ganze natürlich auf Blogs, dieses Schlucken und Wiedergeben nämlich. Diese Dinger, auf denen man all das, was einem auf langen Ausflügen links und rechts der Wege so auffällt und hängenbleibt, ausstopft und lebendig hält. Heute übrigens schon neun Jahre an dieser Stelle. Mal schauen, wie es weitergeht.
Frohes Fest!

Mittwoch, 3. Oktober 2012
Wenn wir nicht dauernd Erzählungen über die große Liebe begegnen würden, im Fernsehen und in der Literatur, würden wir auch nicht denken, wir müssten uns dauernd verlieben und unser Leben sei nichts wert, wenn das nicht passiert. [...] Wer liebt, muss auch zahlen, womit auch immer. Das will dann aber auch keiner. Jeder möchte seinen Alltag weiterleben, einen Beruf haben, ein schönes Auto fahren, den Mixer richtig bedienen. Und obendrein möchte er eine ganz irre Liebe. Das erscheint mir doch sehr naiv und hanebüchen.
(Sophie Rois im KulturSpiegel, 5, 2012.)

Mittwoch, 29. August 2012

Aus dem wundervollen Verlag McSweeney's gibt es ein sogar fast noch wundervolleres, wenn nicht sogar wunderliches, Buch über eines meiner Lieblingstiere: den Kraken. Das berühmte Forscherpaar Dr. and Mr. Doris Haggis-on-Whey, die bereits die kalte Fusion leichtverständich erklären konnten, hat allerlei höchst interessante Informationen über die eleganten Meeresbewohner zusammengetragen und in anschauliche Listen und Diagramme übertragen. So lernen wir was über doofe Delphine, doofe Sprünge ins Wasser (z.B. "The Bridge Over Troubled Water"), aber auch immens nützliches Wissen wie Dating-Tipps für Tintenfische. Diese sind in der Regel Einzelgänger, daher zwar neugierig, aber auch schüchtern, weltgewandt, aber auch unbeholfen vorsichtig.
Diese außergewöhnlich intelligenten Kopffüßer (man muß sie sich als eine Art Blogger in den Weiten des weltweiten Netzes vorstellen) sind aufgrund ihrer vielen Arme in der Lage, noch mehr Dinge gleichzeitig zu tun: Texte schreiben, das Abendessen vorbereiten, in Magazinen blättern, mit der Nachbarin fummeln - alles zur selben Zeit, gesteuert von einem zu beachtlichen Gedankenleistungen fähigen Gehirn. Nebenbei können sie Trost spenden und jemanden umarmen, auch sich selbst, denn sie wissen, daß der Mensch ein Lebewesen täglich mindestens acht Umarmungen braucht, um gesund zu bleiben - also ungefähr so viel wie ein Tintenfisch Arme hat. Felix octopodus! möchte man rufen und sich ein Exemplar zum Freund machen. mit ihm durch die Wellen treiben, sich von zahllosen Saugnäpfen (mindestens) den Rücken massieren lassen oder sich gegenseitig beim Schein einer alten Schiffslaterne Meeresabenteuer vorlesen.
>>> Dr. and Mr. Doris Haggis-on-Whey. Animals of the Ocean, in Particular the Giant Squid. San Francisco: McSweeney's, 2006.

Donnerstag, 12. Juli 2012
Die letzten Tage führe ich eine Existenz ähnlich der von W. S. Burroughs, hocke zwar nicht tagein, taugaus in einem lichtlosen Bunker, meditiere dafür aber auf meinem Krankenlager - oder nennen wir es für die späteren Biografen Mein kleines Feldlazarett. Wo andere in Maklersendungen oder Kochshows versinken, reiße ich mich immerhin soweit zusammen, hübsch gemütlich durch kleine Stapel meines Lieblingsmagazins Cabinet zu blättern.

Das Quarterly for Art and Culture ist in Deutschland leider schwer aufzutreiben und von den mittlerweile 45 Ausgaben besitze ich auch nur knapp ein Drittel. Aber was für ein Genuß! Die einzelnen Ausgaben sind thematisch orientiert (hier ein Überblick) und versammelt dazu Beiträge, Bilder und Dokumente aus unterschiedlichen Disziplinen von Kunst und Wissenschaft. Themen wie "Friendship", "Dust", "Insects" oder "Insecurity" werden dabei in oft hochüberraschenden, kenntnisreichen Gegenüberstellungen von zumeist akademischen Autoren an ungeahnten Stellen angepiekst und seziert. Getrieben wird das Konzept von der Idee der Wunderkammer. Man stößt auf historische Experimente, bizarre Anekdoten von der Antike bis zur Moderne, historische Abrisse und gelehrte Streifzüge durch Philosophie und Kunst- und Kulturgeschichte. An die Seite gestellt sind themenbezogene Kunstprojekte, popkulturelle Phänomene oder literarische Exkursionen.
Wirklich vorbildlich ist die Gestaltung der einzelnen Hefte. Von einer Stiftung getragen, bleibt der Inhalt werbefrei. Dazu sind jeder Ausgabe ein eigens gestaltetes Lesezeichen und eine Ansichtskarte beigefügt, zu schade fast zum Heraustrennen, aber auch das ist ein psychologischer Test für Leser und Sammler. Dringend fehlen mir noch die Ausgaben "Ruins", "Forensics", "Magic" und "Doubles". Wer solche mal irgendwo verstauben sieht entdeckt, mache doch bitte Meldung an mich.

Dienstag, 22. Mai 2012
But the promise of growing older or death doesn’t make up for the lie of life and that’s the sardonic part of it all, your life will never be exactly as you’d imagined it, in turn it’s the beautiful part of it simultaneously.
Fotograf Devin Elijah zu seinem Projekt A Chronicle Of Love & Loss in Sickness & in Health.
via Pas un autre [Das ist ein Bericht über einen Fotografen. Da sind auch Fotos. Ja, auch solche.]
