Der gefundene Satz, 12

Und da steht im Wohnzimmer des Mathematikers Claude Shannon ein schwarzer Kasten mit einem einzigen Schalter: Legt man diesen von "Off" auf "On" um, was Shannons Freunde, wenn sie zu Besuch sind, gerne tun, geht ein Deckel auf, eine kleine weiße Automatenhand erscheint, findet den Schalter und stellt ihn zurück auf "Off". "Digitale Maschinen können, was sie können, weil sie keinen Sinn haben", sagt dazu Friedrich Kittler.

(Julia Encke, "Bauchreden". Süddeutsche Zeitung Literaturbeilage, 30.11.2004.)

Ex Libris | 12:09h, von kid37 | Kondolieren | Link

 
evasive - Mittwoch, 19. Januar 2005, 12:29
Ich möchte bitte so einen Maschinen-Chip transplantiert haben.

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wise.up - Mittwoch, 19. Januar 2005, 12:31
Ich möchte eine solche Maschine haben, die mir die Chips in den Mund stopft.

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mutil - Mittwoch, 26. Januar 2005, 21:56
Kittler
ich möchte bitte wissen, was der herr kittler so treibt zur zeit. ich habe den vor gut zehn jahren aus den augen verloren.

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kid37 - Mittwoch, 26. Januar 2005, 22:25
Ich möchte meinen, dieser Bibliographie nach, hat er sich in den letzten Jahren regelmäßig zu Wort gemeldet. Aber es stimmt, dieser kleine "Kittler-Hype" in den 90ern ist stark abgeflaut. Der "Tod der Kittlerität" möchte ich sagen.

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mutil - Mittwoch, 26. Januar 2005, 23:15
der kittler-hype hatte zu jener zeit auch ne grundlage, das war "grammophon film typewriter". eins der wirklich guten bücher. und der war mir immer noch lieber als der bolz-hype, der ja viel länger angedauert hat, nun aber wohl auch zum erliegen gekommen ist. seis drum....

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kid37 - Donnerstag, 27. Januar 2005, 00:12
Ja, das war interessant. Dieses Buch "Optische Medien" ist wohl eine Fortsetzung. Das kenne ich aber nicht. (Dabei liegt das Thema eigentlich auf meiner Linie...)

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mutil - Donnerstag, 27. Januar 2005, 00:55
na dann werde ich mir das mal besorgen und dir dann berichten. kann aber dauern.

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kid37 - Donnerstag, 28. September 2006, 17:01
Und so sieht die schöne Maschine aus.

via Nase

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ladys smock - Donnerstag, 28. September 2006, 18:42
Sie könnte fast vom alten Pettersson gebaut worden sein.
Wirklich gut.

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kid37 - Donnerstag, 28. September 2006, 20:01
So einen Koffer habe ich schon. Jetzt überlege ich, ob ich - als Herbstprojekt für die längeren Abende - nicht so eine Maschine hineinbasteln soll. Grotesk nutzlos.

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ladys smock - Donnerstag, 28. September 2006, 20:10
Wissen Sie, als ich einmal eine Hinterlassenschaft einer der letzten Goldpräger in Wien gekauft habe(alles noch aus der k.u.k.Zeit) fand ich auch so einen wundersamen Lederkoffer. Diesen dann zu öffnen, handgemalte Aquarellpostkarten in einem bestickten und gold geprägten Lederetui zu finden, war einer der schönsten Augenblicke in meinem Leben. Ehrlich.Ein Zauberkoffer.

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kid37 - Donnerstag, 28. September 2006, 20:53
Eine spannende Geschichte. Mich haben alte Kisten und Koffer ja immer fasziniert. Die Mysterien, die sie bergen - zumal, wenn sie aus einer Zeit stammen, in der man sich noch Mühe gegeben hat, in der es auch kaum massenfabrizierte Dinge gab. Die Aufregung, wirkliche Unikate zu bergen. Immer wieder tolle Momente.

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