Donnerstag, 21. Januar 2021


Where is the Boy?



An einem kalten Herbstag im Jahr 1959 kam der junge Tommy Slobonczyk vom Spielen nicht nach Hause. Zuletzt wurde er an der Hand seiner Nachbarin Sylvia Masciacz gesehen, seither sind beide verschwunden.

Es sind die Rätsel, die uns wachhalten. Schleier, hinter die man schauen will, Türen, die man mit gestohlenen Schlüsseln öffnet. Lichter am Himmel, Kreuze auf der Straße, vergessene Notizen in alten Büchern. Jemand hatte Kekse gebacken, jemand hatte ein Auto angelassen. Kleinigkeiten, Indizien. Hinter dem Bild im Rahmen steckt eine Notiz, der Gruß eines geheimen Liebhabers in krakeliger Schrift.

Da ich nicht so gut darin bin, einen verdammt guten Kuchen zu backen, habe ich mir dieses kleine bewegte Gemälde erlaubt zum 75. Geburtstag von David Lynch. Der hat gestern allen einen großartigen Tag gewünscht, feiern konnte er wohl ansonsten in Ruhe, alle Augen waren auf Washington gerichtet. Auch wenn der Twin Peaks-Schöpfer neulich in einem Interview erklärte, er hätte zwar ein voll ausgestattes Studio im Haus, aber kein Geld, einen Techniker zu bezahlen, wird es wohl zu einem kleinen Sekt gereicht haben, schätze ich. Denn allein der Stapel seiner Bücher ist in meiner nicht ganz so voll ausgestatteten Wohnung ungefähr so hoch, daß ein Kleinwüchsiger aus einem seiner Filmen gerade so eben darüberschauen könnte.

Als ich in den 90er-Jahren an Walton's Mountain studierte, gab es dort eine Gruppe sehr kluger Studentinnen, die eifrig die mysteriösen oder einfach auch nur überzuckerten Geschehnisse von Twin Peaks diskutierten und versuchten, den Mörder zu entlarven. Ab und an, wenn ich mit Stubenfegen durch war, warf auch ich mal eine Bemerkung ein oder lobte Kirschkuchen, was mich irgendwann einer schönen jungen Frau näherbrachte, mit der ich später auch eine andere mysteriöse TV-Serie nachspielte analysierte. Es gab auch mal gute Zeiten, falls jemand fragt. Das habe ich alles David Lynch zu verdanken! Andere danken auch. Die Norwegerin Ingvild Eiring hat zum Beispiel ein wundervolles und aufwendiges Diorama zum roten Zimmer in Twin Peaks geschaffen. Ich selbst, vermute ich, werde mit 75 längst nicht so einflußreich sein wie dieser Auteur, der seit längerem wieder regelmäßig den Wetterbericht auf Youtube verkündet und die Zahl des Tages auslost. Die 37 7 ist nie dabei, aber dabei könnte es sich um ein Geheimnis handeln.

>>> Geräusch des Tages: David Lynch, Good Day

Super 8 | von kid37 um 19:49h | 7 mal Zuspruch | Kondolieren | Link

 


Dienstag, 12. Januar 2021


Ballade vom braven Mann

In meinem Debütpolitroman Die Ballade vom braven Mann erzähle ich die Geschichte eines älteren, alleinlebenden Mannes, den Nachbarn als "stets freundlich und unauffällig" beschrieben, der aber eines Tages beschloß, sich gegen das System aufzulehnen und sein Glück in eigene Hände zu nehmen. Auf den Tag folgte die Nacht, und in der brach er, nur mit einem Schraubenzieher, eisernem Willen und einem mathematischen Plan ausgerüstet, in eine Lottobude ein, fuhr den Rechner hoch und hackte sich in das Buchungssystem ein. Zunächst stellte er die Systemuhr auf eine normale Öffnungszeit um, dann buchte er in langer Vorbereitungszeit vorab ausgefüllte Lottoscheine mit variierender Superzahl ein. 14 Millionen Stück.


Symbolbild Strand

Erwartungsgemäß, ich will nicht zuviel verraten, war darunter ein sog. "Hauptgewinn" (und mehrere kleinere), die er ordnungsgemäß bei der Lottogesellschaft deklarierte, den Millionenbetrag nach ausführlicher Sicherheitsbelehrung und Ausgabe mehrerer Fondssparprospekte seiner Bank vom Konto abhob und mit einer prall gefüllten Reisetasche nach Wuppertal fuhr. Ich weiß, daß jetzt einige von der Handelskammer approbierte Witzbolde wie von einer Zwangskrankheit befallen auf Loriot verweisen werden. Jedoch hatte der Held des Romans, der durchaus autobiografische Züge trägt, Verwandtschaft in der kleinen Metropole des Bergischen Landes.

Er traf sich dort auch mit dem ein oder anderen Anhang in einem nicht besonders besonderem Café, erklärte stets freundlich und großzügig, "laß mal, ich zahl schon" und ging dann zurück zum fußgängerunfreundlichen Bahnhof, wuchtete die Tasche über Treppen und Treppen und dann weitere Treppen zum anderen Gleis, dachte jedoch nicht im Traum daran, Stadt oder Bahn ein paar Mark für eine Rolltreppe dazulassen. Briefkästen waren alle abgebaut. Statt in die große Stadt zurück fuhr der Zug, in den er stieg, direkt durch (ist ein fiktionaler Roman) in ein kleines Dorf an der südfranzösischen Küste, wo er in jungen Jahren mal eine ebenso junge Frau geküsst hatte, die Proust las, der er aber nicht intellektuell genug gewesen war.

Er nahm sich eine kleine Wohnung mit Blick aufs Meer, grüßte stets freundlich die Nachbarn, sagte "Merci" und "Au revoir", kaufte am Nachmittag von der Mittagssonne bereits etwas welk gewordenes Gemüse und öffnete sich dazu abends eine Dose Sardinen, füllte einmal in der Woche einen Totoschein für die erste französische Liga aus und lebte ansonsten ein unauffälliges Leben ganz wie früher in seiner alten Heimat.


 


Sonntag, 10. Januar 2021


Dry Cleaning

Jetzt, da ich ein wenig Heimfreizeit habe, fand ich auch Zeit, mir ein paar neue Musker anzuhören. Darunter die sympathisch pragmatisch benannten Dry Cleaning aus Südlondon, die jung sind und Krach machen, dabei aber angenehm unaufgeregt sind. Sachlich, mit einem gewissen britisch-distanzierten sneer vorgetragene Texte aus aufgeschnappten Fetzen aus dem Alltag, Gequatsche im Bus, absurde Werbeschlagzeilen, dahinter treibt eine dichtgeklöpppelte Band wie ein stampfender Royal-Mail-Zug, der wichtige Postpunk-Briefe bringt. Alles ohne Firlefanz wie hier im Knaller Magic Of Meghan. (Der Songtitel beflügelt das Gerücht, daß tatsächlich Prinz Harry an den Drums sitzt. Aber das ist ein Fall für die X-Akten.)

Bislang gibt es zwei EPs, die hierzulande aber schwer erhältlich sind. Die Band ist 2020 bei 4AD untergeschlüpft, Adresse für gute Musik seit den 80ern. Die Tour für dieses Jahr wurde allerdings gerade aufgrund der aktuellen Situation verschoben. Hm. Bis dahin muß ich so mitsummen. Und Alltagstexte sammeln.



>>> Geräusch des Tages: Dry Cleaning, "Scratchcard Lanyard"

Radau | von kid37 um 17:39h | noch kein Zuspruch | Kondolieren | Link

 


Freitag, 8. Januar 2021


Sofareisen



Wenn mir noch einmal jemand naseweis erzählt, man solle Salz erst ins Nudelwasser kippen, wenn es bereits kocht, weil Süßwasser ja schneller heiß werde als Salzwasser UND DAS SEI PHYSIK, kriege ich Aortaklopfen. Denn das ist natürlich erstmal nur brav nachgeplappert (liebevoll gemeint). Natürlich ist das "Physik", so wie unter dem Einfluß der Gravitationskräfte auch Lichtstrahlen verbiegen. Ist auch "Physik". Aber welche Bedeutung hat dies denn für das reale Alltagsleben? Die unterschiedliche Erwärmung von Salzwasser und Süßwasser ist relevant für große Gewässer, bei einem gebräuchlichen Topf mit einem Liter Wasser kann man das vernachlässigen. Der Unterschied, Christian Stöcker hat dies mal in seiner langjährigen Kolumne "Stimmt's?" für Die Zeit im Labor nachmessen lassen, beträgt nicht einmal eine Sekunde. Warum man es trotzdem macht? Weil Salz im kalten Wasser zu Boden sinkt und dort mit dem Metall eine Reaktion eingehen kann. Der berüchtigte Mikrofraß, den niemand in seinen schönen Töpfen haben möchte. Im heißen Wasser hingegen löst sich das Salz sofort auf und wird verdünnt. Gute Chemie halt, so wie sie auch unter Menschen herrschen sollte. (Ich komme ja zum Glück mit allen gut aus.)



Solche Unterschiede zwischen gelahrter Theorie aus dem Lexikon der populären Irrtümer und anderer Party-Pooper und praktischer Alltagsrelevanz lernt man am Besten durch persönliche Nahbetrachtung. Forschungsreisen in die Moselei, Sterngucken durchs selbstgebastelte Teleskop, Käferbetrachtung in schattigen Wäldern, Ausgrabungen in Nachbars Garten... man muß einfach nur raus, und Augen und Ohren offenhalten. Ralph Waldo Emerson hat dazu alles gesagt, der denkende Mensch muss raus in die Natur, der Bücherwurm bleibt daheim.



Aber auch Emerson sah ein, daß es "idle times" gebe, oder wie wir heute sagen: Lockdown, in denen das vorgekaute Wissen aus Büchern doch interessant sein kann. Sofa statt Pendeln und dann in einer Art innerer Forschungsreise gemütlich schauen, welche Expeditionen es früher so gab. Für kleines Geld gibt es dafür den hübschen Bildband Kosmos großer Entdecker: Leben, Skizzen und Notizen, darin kurzgefaßt die Biografien und Reisen bekannter Forscher und Entdecker wie von Humboldt, Linné, Livingstone, Amundsen, Bruce Chatwin, Howard Carter, aber auch einiger Frauen wie Amelia Edwards, Vivian Fuchs, Marianne North, die - im 19. Jahrhundert zumeist - ferne Länder, steile Berge und weite Meere erkundeten, dabei auch mal das ein oder andere fein gesalzene Süppchen am Lagerfeuer oder im Iglu warm machten und mit Glück statt Besserwisserei oft faszinierende Erkenntnisse nach Hause brachten.



Hauptaugenmerk liegt dabei wie im Untertitel vermerkt auf den Skizzen und Notizen. Wir sehen Fotos der originalen, meist im Feldeinsatz und nicht im Caféhaus abgewetzten Journale und Notizbücher, Abbildungen von oft liebevoll kolorierten Skizzen und Karikaturen über aufregende Nilreisen, exotische Tier- und Pflanzenwelten und beeindruckende Landschaften. Manche eher ungelenk (so wie sie bei mir wären), viele aber doch sehr ansehnlich. Tolle Schmökerei für Sofawintertage und Ansporn für die Zeit nach der Pandemie.

(Huw Lewis-Jones, Kari Herbert. Kosmos grosser Entdecker: Leben, Skizzen und Notizen. München: Sieveking Verlag, 2016.)


 


Freitag, 1. Januar 2021


2021



Seit das Bleigießen verboten ist, weiß man gar nicht mehr, in welchen symbolischen oder auch buchstäblichen Hühnereingeweiden man stochern soll, um einen Blick in das vorausliegende, blank geputzte Jahr zu werfen. Wie bei vielen Dingen im Leben ist die Neugier ja zunächst meist groß, ehe am Ende, 2020 hat das gezeigt, oft nur Überdruß bleibt. Auf Twitter könnte man 2020 einfach entfolgen, im Leben braucht es dazu einen lauten Knall. Mein kleines Polyesterrandgebiet in einer vergessenen Ecke im schönen Hamburg zeigte sich zum Glück stabil und feuerte tapfer ein paar Restraketen in den Himmel, dem beknackten und tückischen Altjahr ordentlich eins heimzublasen. Fickt euch, Corona-Spikes, ab diesem Jahr wird impftechnisch zurückgepiekst.

Leider fehlte dieses Jahr aufgrund des Böllerbanns der regelmäßige Fachartikel "So gelingen ihnen die schönsten Bilder vom Feuerwerk", so daß ich ganz unbeholfen wie Old Shatterhand altmannzittrig die explodierenden Lichterbälle am Himmel fotografieren mußte. Sind ja schon schöne Girlanden. Heute morgen in der Dunkelkammer dann aber die seltsame Entdeckung. Was am Abend dem menschlichen Auge als runde Feuerblüte vorgegaukelt wurde, entpuppt sich nun vom objektiven Auge der Kamera festgehalten als ganz etwas anderes.

Eine Schrift wurde hier am Himmel hinterlassen. Haben sich die Außerirdischen in unseren lange währenden Virenkrieg eingemischt? Haben sie eine Botschaft hinterlassen? Den halben Morgen grübelte ich über dem Menetekel, bemühte die Google-Bildersuche, las die krakeligen Runen von links nach rechts, rechts nach links, oben, unten, als Gesamtes. Ich glaube wohl, eine Wahrheit liegt (vielleicht seit den 90ern schon) irgendwo da draußen. Noten für einen intergalaktischen Hit? Ein genetischer Code? Ein Hinweis auf ein Heilmittel? Glück, Geld, große Liebe oder alles auf einmal?

Als düsterer Optimist hoffe ich von 2021 nur das Beste. Rücksicht auf geplagte Seelen, Nachsicht mit den Siechenden, Vorsicht beim Überbringen neuer Nachrichten. Bis dahin heißt es, den wilden Glückskaninchen zu folgen und den bösen Geistern ordentlich eins draufzugeben. Frohes neues Jahr!

>>> Geräusch des Tages: Ladytron, Ghosts


 


Dienstag, 29. Dezember 2020


Predicting the Past



Mein schönstes Geschenk für die dunkel vernebelte Weihnachtszeit hatte ich stark rabattiert, aber mit ebenso starker Skepsis gekauft. Der Händler meldete vorsichtshalber, nichts über die Lieferzeit zu wissen. Aber siehe, was pünktlich am 24.12. durch den Schornstein in meinen Weihnachtsstrumpf meine Packstation rutschte: Stephen Berkmans Predicting the Past - Zohar Studios: The Lost Years. Das Buch ist ein Fest, ein fantastischer viktorianischer Maskenball. Eingebettet in die Herausgeberfiktion einer "gefundenen alten Truhe mit Zeug" und "von einem Lehrer aus der Bekanntschaft nach besten Wissen und Gewissen aus dem Jiddischen übersetzt" dokumentiert der Band die Geschichte eines Fotostudios in der New Yorker Lower Eastside im 19. Jahrhundert (Übersiedlung aus dem Schtedl, Eröffnung des Studios, Porträtarbeiten, Verlieren der Spur). Eine ausführliche Betrachtung mit zahlreichen Fotos gibt es hier bei UPTV nachzulesen.

Wunderbar aufgemacht mit großformatigen, vorbildlich auf eine (!) Seite (und nicht etwa mit Knickkante über eine Doppelseite) aufgezogenen Bildern, hat hier der Fotograf Stephen Berkman sein über zehn Jahre entwickeltes Projekt vorgelegt. Mit Kollodium-Nassplatte und Großformatkamera schuf er die skurrilen Bilder zur detailliert erfundenen Geschichte des Studios und dem Leben der jüdischen Einwanderer. Dabei nähert er sich dieser Welt aus zwei Perspektiven. Zum einen greift Berkman naheliegende Sujets des 19. Jahrhunderts mit stoischer Ernsthaftigkeit auf, verfremdet sie und setzt dabei auf unser Erstaunen und Unwissen über Alltagsgebräuche und kulturelle Rituale dieser Zeit.

So wird aus dem beliebten Sideshow-Schauder der zusammengewachsenen Zwillinge bei Berkman/Zohar ein Brüderpaar, das absurderweise an den Schnurrbärten zusammengewachsen ist. Das surreal wirkende Titelbild geht auf wiederum auf die tatsächliche, aber wenig bekannte Tradition der Banner Ladies zurück, eine der wenigen erlaubten Tätigkeiten für Frauen, die als lebende Werbetafeln über Gehstege flanierten und dabei Kleider und Hüte trugen, die mit den Insignien der beworbenen Geschäfte und Betriebe dekoriert waren. (Es gibt davon eine Vielzahl von heute skurril anmutenden Fotos im Netz, uns erhalten ist der gute alte Studentenjob als kostümiertes Maskottchen bei Werbeaktionen.)



Diese humoristische Methode des "Es hätte so sein können" findet aber auch aus unserer zeitgenössischen Perspektive eine Verwendung. "Predicting the past" eben, ein Austausch im Verlauf der Zeitachse, die auch für die Zukunft Erkenntnisse bringt. Diese Art der vorausdeutenden Rückbetrachtung ist ja auch eines der Schlüsselmotive in der von mir sehr geschätzten TV-Serie Murdoch Mysteries, die um 1900 spielt und die Erfindungen dieser Zeit (wahre wie den Phonographen, aber auch bloß mögliche, schier irrwitzig ersponnene oder jedenfalls anachronistische) in einen augenzwinkernden Bezug zu unserer Zeit setzt (etwa die vom Detective entwickelte automatische Rollfilmkamera zur Überwachung, bei der fabuliert wird, es ließe sich eine Zeit vorstellen, in denen man solche Kameras zur Verbrechensaufklärung "in der ganzen Stadt" haben wird).




Auch das Zohar-Studio hat solche Erfindungen. Eine hölzerne Überwachungskamera mit der für diese Zwecke völlig aberwitzigen Technik einer Camera obscura oder etwa die Erfindung einer Einweg-Kamera aus Pappe mit der gleichen Technik. Das Was-wäre-wenn-Illusionstheater ist im hinteren Teil des Buches abgerundet durch kulturhistorische Erläuterungen (Texte u.a.: Lawrence Weschler), die Hintergründe zur Geschichte des Studios und detaillierter auch zu jedem einzelnen Bild liefern. Auch hier (ich habe noch nicht alles gelesen) verläuft eine feine Linie zwischen tatsächlichen historischen Gegebenheiten und mit unbekümmerter, para-wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit und (fabrizierten) Dokumenten vorgetragenem Ausgedachten. Für zur unbedingten Authentizität verpflichteten Blogger wie mich natürlich ein hartes Brot und Tobak, den man erstmal schlucken muß.

>>> Rezension bei Lenscratch

(Stephen Berkman. Predicting the Past. Zohar Studios: The Lost Years. Los Angeles, Hat and Beard, 2020.)


 


Donnerstag, 24. Dezember 2020


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Weihnachtsbaum Modell "Mutter Maria" mit Doppelspitze,
verstecktem Seegurkententakelwesen und Krippe
mit Christkid und Fuchs


17 Jahre Das hermetische Café sind es heute, 20 fehlen also noch. Vieles gibt es zu sagen über dieses verrückte Jahr, das mir menschlich und beruflich (und beruflich-menschlich) einiges gezeigt hat und insgesamt allen ein Lehrstück über Zusammenhalt und Rücksichtnahme, aber auch über den Mangel war. Klopapier und eben auch Zusammenhalt und Rücksichtnahme. Ein Sorgenkind unter den Jahren, ich hoffe, 2021 strengt sich da ordentlich an.

Angeblich beginnt nun aber wirklich das Wassermann-Zeitalter mit verschrobenen ungewöhnlichen Ideen, sozialem Engagement und fluffigen Abwechslungen. Vielleicht tanzen wir alle nackt (ich dann nicht, ich schaue nur zu).

Frohe Weihnachten allen. Haltet Abstand.