Mittwoch, 20. Januar 2010


Ohlschnee









Während sich draußen Tauwetter durch die Schneewehen bohrt, graue, mäandernde Fraßspuren hinterläßt wie ein verderbenbringender Parasitenbefall, die Erinnerung an den wintrigen Sonntag: Roter Schatten voraus, grau und tapferen Schritts stetig durch den 'chönen 'chnee, so klemmt einem frostig die Kehle. Tief sinkt man ein, wie seit Kindertagen nicht mehr, bis über die Knöchel, stemmt sich voran durch die dunkel umsäumten Pfade, weiß gar nicht, wo man genau steht, auf euren Gräbern, deinen Spuren, den stillen Wegen.