The Ghosts of My Friends

Während man schon Termine für das nächste Jahr™ machen muß, so weit ist es also schon wieder gekommen, lohnt ja auch mancher Blick zurück. Ich weiß das, denn wenn es einen fast schon über-passionierten Zurückblicker gibt, dann bin ich das. 1909 also saß man hier und da noch zusammen mit seinen Internetbekanntschaften und ließ sie Papiere unterschreiben. Bücher entlang einer gedachten Linie, dann klappte man das Blatt zusammen und hatte bald eine mysteriöse Autographen-Sammlung zusammen.

Die Idee ist natürlich deshalb so hübsch und bestechend, weil sie so einfach ist. Also, wenn man Freunde hat oder andere naive Menschen kennt, die einfach so ein Blankoblatt Papier unterschreiben. Ich sage dann ja für gewöhnlich, melden Sie sich doch zu diesem Behufe bitte bei meiner Sekretärin, die macht einen Termin aus. Oder ich täusche einen Krampf in der linken Hand vor. Kann leider nicht schreiben, Sie sehen ja selbst... wie eine Piratenklaue! Eine schnell ausgedachte glaubwürdige Geschichte ("Da war nichts!") hat schließlich schon manchen gerettet.

Die anderen geistern noch hundert Jahre später als Rorschachtest durch alte Folianten. Eure Poesiealben mit Pferdebildern und Einhörnern stellt da mal schön hinten an.

Ex Libris | 20:40h, von kid37 | Kondolieren | Link

 
frau eff - Montag, 27. November 2017, 12:10
Nein, also: ja!, was für ene zauberhafte Idee, diese Autographensammlung.

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kid37 - Montag, 27. November 2017, 18:04
Wer weiß, mit was wir die Leute in hundert Jahren beeindrucken. Hoffentlich gibt es was.

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