Beim Inder

Lorens. An diesem naturtrüben Vatertag, zugleich 3070 Tage Pathos, lautete der Plan, mal ein bißchen die Beine zu vertreten, umherzuwandern und ein paar gedankenverlorene Beschlüsse zu fassen. Dem Unverhofften die Türe aufzuhalten. In einer Seitenstraße unserer wunderschönen Stadt spricht mich denn auch unvermutet ein dunkelhäutiger Mann an, so Typ indischer Student der Informatik oder Raketentechnologie, vielleicht aber auch jemand, dem womöglich gerade noch 1,45 € für seine Fahrkarte nach Hause zur kranken Mutter fehlten. Von der journalistischen Kardinaltugend der ergebnisoffenen Neugier gesteuert, wartete ich also auf eine hoffentlich nicht allzu komplizierte Geschichte, der Mann indes gab sich als "Student of Yoga and Astrology" zu erkennen und sagte, er hätte eine Botschaft für mich, "from the heart".

Ihm wäre aufgefallen, daß ich offenbar "zu viel denken" würde. Das sei not good for your health!, mahnte er zu meinem nur mäßigen Erstaunen, hatte ich diese Gefahren doch bereits 2000 in meinem erfolgreichen Buch Nachgedacht: Warum Denken uns krank macht beschrieben. Ich war erstaunt, so rasch durchschaut zu werden, trug ich doch gerade ein T-Shirt mit der Aufschrift Ich nehme das Leben mit Leichtigkeit. Aber so was von. Du Arsch.



Ich solle mal Körper und Geist in Einklang bringen, so der gute Mann weiter, nicht den Körper irgendwo ablegen und Ruhen, den Geist aber weiterackern und an völlig andere Orte wandern lassen. Das klang vernünftig, dachte ich und lauschte weiter, was der Mann zu sagen hatte. Denn die frohe Botschaft sei nah: Im Juni, so seine Kunde, erreichen mich drei gute Nachrichten, ein Herzenswunsch zudem ginge in Erfüllung, ich solle ihm mal einen nennen ("from the heart"). Na, da hatte er mich aber kalt erwischt. Da hieß es, sich schnell entscheiden, man will solche weisen Menschen ja nicht zu lange warten lassen. Herzenswunsch, Herzenswunsch, das kommt jetzt aber plötzlich, komm' mir mal entgegen. Die Rickenbacker? Buckelvolvo? Was nicht Materielles, weil es irgendwie charmanter klingt? Und warum nicht gleich was vermessen Großes, wo man schon mal die Gelegenheit hat? Wie wäre es mit Gesundheit? Oder doch was anderes "from the heart", damit er oder wer immer das dann organisiert, mal eine richtig harte Nuß zu knacken bekommt? Sprach ich's also aus, worauf er in Hindi Gemurmel verfiel, mich dann fragte ob ich schon deep in love gewesen sei ("from the heart"). Na hömma, Meister Aber so was von, konnte ich befreit berichten, Dana Scully aber ich solle keine Namen nennen. Er blickte mir wieder aufmerksam ins Gesicht, berührte erst sein Kinn, schaute mir dann auf die Stirn und verkündete, es gäbe da eine Frau, die würde gerade sehr intensiv an mich denken. (Oha, dachte ich im Stillen. Hoffentlich nicht zu intensiv, schließlich ist Denken ja nicht nur gesund, wie wir wissen.)

Zeit "for prayer" und einen spirituellen Beweis: Er öffnete ein Mäppchen, zog ein Blatt Papier, faltete es, pustete einmal drauf und drückte es mir in die Hand. Das solle ich gut festhalten, während er ein Gebet vorbereiten wolle. Er zückte einen Stift und ein weiteres Blatt Papier und wollte nun ein paar Dinge wissen. Eine Lieblingszahl, eine Farbe, eine Blume... brav notierte er alles, was ich ihm diktierte. Er kam nun ins Plaudern, zeigte mir mittendrin ein Foto seines yogischen Meisters (ungefähr 108 Jahre alt, möglicherweise aber ein Jugendbild), wich meinen interessierten Nachfragen aber immer wieder mit neuem Singsang aus, griff meine Hand und malte über meine Lebenslinie. 85, gar 90 Jahre alt würde ich werden, das sei gewiß. Außerdem gäbe es zwei große Krisen in meinem Leben, die erste sei aber bereits überstanden (da träumt ihr aber). Nun aber Zeit für den Test, ob ich wahrhaft ein "lucky man" sein werde. Jetzt solle ich auf den kleinen Zettel pusten und ihn öffnen. Stünde dort wenigstens einer der Begriffe und Zahlen, die ich ihm zuvor genannt hatte, wäre dies ein spiritueller Beweis, das wisse er "from the heart". Ich machte mich also zum Affen und pustete mitten auf einer immerhin unbelebten Hamburger Seitenstraße auf ein kleines Stück Papier und das am Vatertag, aber nun gut. Ich öffnete also mit überlegenem Lächeln das Papier, schließlich gebe ich mich solchen Dingen ab und an gerne hin, und voilà, standen dort die Begriffe, die ich ihm genannt hatte. Einer leicht falsch geschrieben, aber das wollen wir mal gelten lassen.

Verblüfft war ich allerdings schon, dann aber gleich enttäuscht. Weil ich zwischendrin wirklich kurz bereit war, das Denken zu lassen und einfach mal zu Glauben. Schließlich sind, wie mir vor etlichen Jahren mal eine ganz ergriffen erklärte, "die Inder alle erleuchtet" (weshalb sie wohl die Witwenverbrennung und das Kastensystem erfunden haben, dachte ich damals, aber nur im Stillen, schließlich ist zu viel Denken nicht gesund), also denkt (Mist, schon wieder) man leicht, vielleicht ist ja doch was dran, Prahna, Karma, Simsala. Aber nun war ich Opfer eines billigen Taschenspielertricks geworden, die Hütchenvariante der yogischen Flieger, das hat mich brüskiert. Aber so was von from the heart.

Na, sagte ich ihm. Jetzt aber mal was über "Western tradition". Er müsse sich mich als einen skeptischen Mann vorstellen, aber interessant sei das schon. Oh, antwortete er und sah mir tief in die Augen. Ich sei jemand, der offen über seine Gefühle und Gedanken reden würde, aber meine Freunde seien oft anders, verschlossener. Und sie würden hinter meinem Rücken manchmal ganz anders über mich reden, ich solle vorsichtig sein. So, ihr miesen kleinen Ficker. Als hätte ich es nicht immer schon geahnt! Als hätte ich es nicht immer schon heimlich Wispern und Lachen gehört! Da muß mir erst so ein durchspiritualisierter Mann auf der Straße die Augen öffnen. Ihr könnt euch alle mal schön gehackt legen, damit wir da mal klarsehen. Denkt mal schön drüber nach! (Aber nicht zu intensiv, wegen der Gesundheit.)

Nach dieser schonungslosen Breitseite in die emotionalen Weichteile kam der letzte Teil der Veranstaltung, gewöhnlich der Zeitpunkt, da der Hut rumgeht. Er zeigte mir weitere Fotos von seinem Ashram oder Hüttendorf oder was es sein sollte in Indien, wo er den Armen helfe. So sei auch seine Mission zu verstehen, er reise durch Europa, um den Menschen hier aber auch in seiner Heimat zu helfen. Es gäbe drei Klassen, malte er auf seinen Zettel: Poor, Middle, High. Darunter schrieb er drei Zahlen 50, 100 und 200. Wo ich mich denn einschätzen würde? From the heart. Och, meinte ich. Ich wäre leider ziemlich arm, auch so ein Problem, aber da das Gespräch so interessant gewesen sei, wolle ich ihm was geben. Ungläubig starrte er auf das Almosen, das ich ihm reichte. Die 50, 100 oder 200 seien Euros, das würden andere so geben und ob ich nicht noch mal darüber nachdenken wolle? (Hömma, willst du mich umbringen, dachte ich im Stillen. Mit Denken bin ich heute durch.)

Also Haggling, so ich dann wieder, fände ich nicht so furchtbar spirituell, und schließlich sollte sich die frohe Botschaft ohne Hintersinn auf Gegenleistung verbreiten, freigiebig ("from the heart", erklärte ich) - so wie dem Künstler schließlich auch Applaus der höchste Lohn ist, wie wir neuerdings immer mal wieder von Anhängern der Piraten belehrt werden. Gott sei Zeuge unserer Begegnung, mahnte der Mann. Ich blieb entspannt, schließlich war Christi Himmelfahrt. Da hat der Allmächtige sicher zu Hause viel zu tun, wie das so ist, wenn man Besuch erwartet.

"Vorschlag!", donnerte ich ihm wie den gleichnamigen Hammer jovial aber unmißverständlich entgegen (ein verbaler Trick, den ich so Manager- und Machertypen abgeschaut habe). Ich würde jetzt den Juni mit seinen drei guten Nachrichten abwarten, und wenn er dann wirklich recht behielte, würde ich aber noch mal richtig nachdenken. Ganz intensiv. From the heart.

Homestory | 20:18h, von kid37 | Kondolieren | Link

 
ach annemarie - Donnerstag, 17. Mai 2012, 21:07
da hamse aber karmapunkte eingesammelt.
mein zur zeit ziemlich versteinertes antlitz musste prusten;
vielen dank.

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kid37 - Freitag, 18. Mai 2012, 19:27
East meets West. Ich frage mich nur, ob es etwa wirklich Menschen gibt, die 200 Euro für die frohe Botschaft rausrücken. Gut, vielleicht hat er denen auch noch eine Zigarette aus dem Ohr gezaubert.

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nnier - Donnerstag, 17. Mai 2012, 21:25
Sexy Sadie Mahesh Yogi
Formidabel. Toll. Grandios!

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kid37 - Freitag, 18. Mai 2012, 19:26
Wäre er so in Kutte und verfilzter Haartracht und Klangschalen gewandet gewesen, ich hätte noch was draufgelegt. Om.

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gaga - Donnerstag, 17. Mai 2012, 22:08
Das ist doch mal ein durchspiritualisierter Eintrag, wie er dem Herrn gefällt. War aber nicht auch noch die Rede von irgendwas mit "Astrology"? Aber halt! "Student of..." (!) Er hat also noch gar nicht promoviert. Wäre ich vorsichtig! Ansonsten sicher eine wichtige Lebensbegegnung, auch wegen der total individuellen Gesamt-Prognose. Im Zweifel glauben. Man weiß ja nie! Salem Aleikum und Inshallah. Oder Namaste! (oder so ähnlich!)

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Lu - Freitag, 18. Mai 2012, 10:57
Siehst Du - hätten wir gestern noch unser Treffen geschafft (On the water, same procedure!), hättest Du die Botschaft verpasst.
Om shanti!

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kid37 - Freitag, 18. Mai 2012, 19:24
Du warst bestimmt die Frau, die so intensiv an mich gedacht hat, ist das schon mal geklärt.

Nicht wahr, Gaga? Wie der so mirnichtsdirnichts durch meine Stirn hindurch in meine ganz individuelle Zukunft geschaut hat. Die von mir gewählte Zahl sei übrigens eine "Glückszahl", man stelle sich mich als einen gesegneten Menschen vor.

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kristof - Freitag, 18. Mai 2012, 11:44
Gut zu wissen. Ich werde dann bei ähnlichen Anliegen direkt nach dem letzten Teil fragen.

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gedsudski - Freitag, 18. Mai 2012, 12:51
Harry Krishna!

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kid37 - Freitag, 18. Mai 2012, 19:22
Erstaunlicherweise war der ja ganz sachlich gekleidet, BWLer-Hemd, man wundert sich. Vielleicht war er deshalb so hartnäckig, als es ums Handeln ging. Beim nächsten Mal lieber Harry Lime, der hatte ja auch interessante Dinge im Angebot.

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ana - Freitag, 18. Mai 2012, 13:18
Beim Schuhputzer
Das war zwar kein Erlebnis spiritueller Art, aber doch ebenso überraschend von dem her, was da an Spende sich so vorgestellt wurde.
In Istanbul fragte uns, als ich mit meinem Freund auf einer Parkbank bei der Blauen Moschee saß, ein Schuhputzer, ob wir seine Dienste Anspruch nehmen wollen. Wir lehnten höflich ab, gaben ihm aber die Zigarette, um die er anschließend bat. Er meinte zum Dank wolle er uns wenigstens die Schuhe mit Krema polieren. Mir war das unangenehm, ich wusste schon am Ende würde ich ihm doch was geben müssen, aber gutmütig willigte ich doch ein. Als er mit dem Polieren fertig war, bat er uns um eine Gabe für die Krema, die er ja bezahlen müsse und er wollte umgerechnet sage und schreibe fünfundzwanzig Euro pro Paar Schuhe dafür haben. Wir gaben ihm das natürlich nicht, aber sicher noch fürstlich viel fürs Schuhepolieren. Immerhin hat er sich herzlich bedankt.

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mark793 - Freitag, 18. Mai 2012, 13:42
Bei den Frontscheibenputzern in Paris
soll es angeblich zur Abbestellung der Dienstleistung genügen, einfach mal den Scheibenwischer kurz anzumachen. Habe ich aber auch erst hinterher erfahren, nachdem ich mich mit ein paar Vertretern jener Zunft auf engagierte Erörterungen eingelassen hatte, die meine Frau lieber überhört hätte. Da hätte sie besser gleich mal in ihren den Blackberry geguckt anstatt zu sagen, Liebster, lass es gut sein.

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ulrich s. - Freitag, 18. Mai 2012, 16:08
Habe herzlich gelacht. Herrliche Vorstellung, mitten in HH auf ein Stück Papier zu pusten und dann the next Uri Geller vor sich zu sehen.

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kid37 - Freitag, 18. Mai 2012, 19:19
I want to believe, so als Ex-Fox-Mulder wollte ich nicht vorschnell eine höhere Ordnung ausschließen. Pusten hilft schließlich oft ;-)

Ana, ist das der mit den sieben Kindern zu Hause? Den kenne ich nämlich auch aus dem Park zwischen Blauer Moschee und Hagia Sophia. Immerhin weiß man da, worauf es hinausläuft. Er ahnte aber nicht, daß ich notfalls auch einen Teppichhändler an die Wand quatschen kann.

Auf Französisch dann aber eher nicht. Scheibenputzer, ich glaube, in Hamburg gibt es die nicht mehr. Oder vielleicht doch, ich fahre ja seit Jahren kein Auto mehr. Die sehr schöne Frau™ beklagte früher, daß die Putzer schon mal Herzchen aus Seifenwasser auf der Scheibe zurückließen, wenn man ihre Dienste ausschlüge. From the heart.

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ana - Freitag, 18. Mai 2012, 20:38
Nein, unserer war zu jung für die Story von den sieben Kindern. Er erzählte, er wäre ein Student der Mathematik und wir würden ihm mit der Gabe helfen sein Studium zu finanzieren.
Von einem Teppichhändler und einem Lederwarenhändler habe ich mich übrigens tatsächlich verführen lassen nach einigem Handeln etwas zu kaufen. Die Jacke und der Teppich gefallen mir aber noch immer und gemessen an den Preisen bei uns waren beide wirklich günstig. Bei den Verkaufsgesprächen gab es selbstverständlich Apfeltee.

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mark793 - Freitag, 18. Mai 2012, 20:55
ich fahre ja seit Jahren kein Auto mehr

Ich weiß, habe Ihnen deswegen im Auto-Blog einen kleinen Gruß hinterlassen.

Von proaktiven Unfreundlichkeiten bei Ablehnung der Wischdienste hatte ich auch schon verschiedentlich gehört. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass es jemand darauf angelegt hätte, zur Darkmobil-Kühlerfigur zu werden. Die wissen schon, bei wem sie welche Register ziehen und bei wem nicht.

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kid37 - Samstag, 19. Mai 2012, 22:36
Meine Aufenthalt dort führte irgendwann auch zu einem Teppichhänlder, arglos wie ich bin. Eine sehr lustige Geschichte, ich finde, solche Dinge sollte man mal erlebt haben. (Und ja, die haben tatsächlich schöne Teppiche, das ist scon wahr.)

@Mark793: Danke für den Volvo! Neulich kam ich hier beim Amazonen-Treffen vorbei. Ein bißchen wehmütig bin ich dann immer schon, aber man soll sich ja auch ein paar Träume aufbewahren.

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mark793 - Samstag, 19. Mai 2012, 23:34
Genau das
sage ich mir auch immer, wenn ich da draußen einer SL-Pagode ansichtig werde.

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kaltmamsell - Freitag, 18. Mai 2012, 17:01
Sie sind mir mal wieder ein großes Vorbild. Auch will jetzt Spam (denn um solch einen handelte es sich ja bei dem Mann) nicht mehr einfach so ignorieren, sondern in einen hoffentlich ebenso fruchtbaren Dialog treten, wie Ihrer wohl war.

Habe also eben der Universität in Minnesota, die sich zu einem Marktbericht von 2009 in meinem Blog ein Posting über Dentistry Courses vorstellen kann, geantwortet und herzlich um konkrete Vorschläge gebeten.

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kid37 - Freitag, 18. Mai 2012, 19:20
Eben. Man ist gleich immer so abwehrend, statt dem Gegenüber einfach mal eine Chance zu geben. Das Leben könnte so viel reicher werden, läßt man das ein oder andere einfach mal aus ganzem Herzen zu.

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c17h19no3 - Freitag, 18. Mai 2012, 20:43
ach gottchen.

kaum hat das reha-zentrum betriebsurlaub, begeben sie sich in die hände irgendwelcher scharlatane. ich finde, this is not good for the health, ganz from the heart. ;)

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kid37 - Samstag, 19. Mai 2012, 22:32
Medizinsche Unterversorgung treibt die Menschen zu esoterischen Heilsversprechern! Wahrlich ein Problem.

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carodame - Sonntag, 20. Mai 2012, 12:30
Es ist doch gut zu wissen, dass hinter jeder Straßenecke uns so eine LETZTE Hoffnung unerwartet rettend heimsuchen kann. Bin gerade im Dienst und übe mich darin. Suche dann noch passende Straßenecken.
Sind wieder welche frei geworden. Anfang der 90er war hier ein Erlöser - und Teppichhändlergewimmel. Da kam man quasi nie aus der Wohnungstür, ohne dass nicht umgehend ein neuer Teppich in den Flur fiel oder jemand im Treppenhaus mir das Allerbeste im Dies- und Jenseits versprach. Ihre Geschichte ist traditionsbewahrend. Fein.

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kid37 - Montag, 21. Mai 2012, 13:06
Immer nur das Allerbeste, so ist es fein. Mir hat vor Jahren mal eine Madame Sosostris im Anschluß an eine Varietéveranstaltung (komplett mit einer Dame ohne Unterleib und Mr. Memento, der die Nummern von Personalausweisen vorhersagen konnte) aus der Hand gelesen. Wie erwartet, fiel sie zwar nicht hintenüber, mußte mich aber doch näher ins Licht rücken und die Sache genauer untersuchen. Ich habe nämlich zwei gebrochene Lebenslinien, das macht diese Leute nervös. Ein radikaler Umbruch eben, und wenn ich die letzten Monate sehe, ist da ja auch was dran. Am Ende war diese Mme. S. aber ganz zuversichtlich. Oder froh, mich los zu sein. Ist ja wie bei unangenehmen Diagnosegesprächen, schätze ich.

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ladys smock - Sonntag, 20. Mai 2012, 22:14
ich finde sSie genial.

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kid37 - Montag, 21. Mai 2012, 12:59
Ich habe leider nicht mitbekommen, wann genau der Zettel ausgetauscht wurde. Also sportlich war das einwandfrei.

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kid37 - Montag, 21. Mai 2012, 13:22
I want to believe
Jetzt wird es mysteriös. Wie erwähnt, schaue ich gerade noch einmal alle Folgen von Akte X und bin nun ans Ende von Staffel 5 gelangt. Die letzte Folge "The End" ist der Cliffhanger vor dem damaligen ersten Kinofilm, und eine ziemlich bedrückende (in einer sowieso recht düsteren Staffel) dazu. Der Krebskandidat taucht wieder auf, und am Ende werden sogar die X-Akten und alle Beweise, die Mulder gesammelt hat, zerstört. Der eigentliche Fall aber dreht sich um einen kleinen Jungen, der Gedanken lesen kann. Und während Mulder gemeinsam mit Scully und Agentin Fowley, Mulders Ex-Partnerin, den Jungen befragen, verrät dieser, daß "eine Frau sehr an ihn denken würde". Huah.

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monnemer - Montag, 21. Mai 2012, 14:39
Huah. Sie werden als singende Säge wiedergeboren!

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kid37 - Montag, 21. Mai 2012, 15:45
Von der Nervensäge zur singenden. Immerhin eine positive Entwicklung.

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