Kann man doch nicht ausradieren



Damals, das wird vergessen, war ich wirklich verliebt.
Sehr. Das hat alles so schlimm gemacht.

| 11:37h, von kid37 | Kondolieren | Link

 
saxanasnotizen.blogspot.com - Freitag, 25. April 2008, 12:45
Den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich bin betroffen.

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kid37 - Freitag, 25. April 2008, 16:28
Ich erst.

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derherold - Freitag, 25. April 2008, 13:21
Herr @kid, in diesem Jahr geben Sie es uns aber richtig heftig.

Ich hoffe, Sie sind sich der moralischen Verantwortung bewußt.

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kid37 - Freitag, 25. April 2008, 16:25
Vielleicht der Weg zum Schlußakkord. Die Katharsis muß alle mitleiden lassen, wenn sie wirken soll. Zur weiteren Verantwortlichkeit fehlt mir derzeit die vorbildhafte Größe.

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derherold - Freitag, 25. April 2008, 16:59
Bis es "vorbei" ist, werden wir uns mit dem Gedanken trösten, daß Sie zumindest derzeit nicht die Texte von Glückskeksen "beim Chinesen" schreiben ...

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kid37 - Freitag, 25. April 2008, 17:40
"This was not Chicken" stammt natürlich von mir.
Danach verlor ich auch diesen Job.

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wimpernschlag - Freitag, 25. April 2008, 21:03
in diesem Jahr geben Sie es uns aber richtig heftig.
also jedenfalls ist dies hier besser als dieses ewige jaesgehtmirprimaallesbestensblablabla. echte gefühle machen high tun halt weh, auch dem leser.

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monolog - Freitag, 25. April 2008, 14:54
Aber das macht es doch immer, wenn es schief geht.
Und es ist auch genau das, was etwas so sehr groß macht, wenn es gut geht.
Trivial, vollkommen - aber so ist wohl das Leben am Ende.

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kid37 - Freitag, 25. April 2008, 16:28
Den Schmerz immerhin kann und sollte man vielleicht besser kanalisieren. Auch auf diesem Gebiet ist Holzfällen mit der Kettensäge dem Bloggen überlegen. Und weniger verletzend.

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neo-bazi - Freitag, 25. April 2008, 20:43
Voraussetzung für jeden Tiefgang überhaupt.

Im Zweifelsfalle empfiehlt es sich primärtherapeutisch, einen Urschrei auszustossen.

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derherold - Freitag, 25. April 2008, 20:52
Fotos verbrennen, mit der Kettensäge das gemeinsame Mobiliar zerlegen, ihren Namen vergessen, GFTOW wären auch Möglichkeiten.

Wie das mal ein Therapeut einem Freund riet, der wohl "plötzlich und unerwartet" mit einer solch negativen Zukunftsperspektive überrascht wurde: "Tun Sie sich jetzt etwas Gutes ! Nur das zählt !"

Wohlan, Herr @Kid, es gibt ein Leben nach dem Scheibletten-Käse... grifen Sie nach dem ganz großen Stück. :-)

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kid37 - Samstag, 26. April 2008, 15:58
Wutphase ist grad durch, Schreien kann man natürlich immer wieder mal. Ja, sich selbst etwas Gutes tun. Da hat es bei mir im letzten Jahr schon einen Punkt gegeben, nachdem ich wußte, so möchte ich nicht weiter. Mehr Gegenwart. Das ist ab einem gewissen Punkt sehr wichtig.

Und: Wo sich eine Tür schließt, öffnen sich plötzlich manchmal ganz unerwartet eine andere.

(Muß man dann natürlich auch durchgehen wollen.)

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cabman - Freitag, 25. April 2008, 21:18
When there is nothing left to burn, you´ve to set yourself on fire!

Stars

[Ich habe den embedded link mal umgebastelt, Kid37]

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kid37 - Sonntag, 27. April 2008, 14:51
Phoenix
Aus der Asche baue ich ein neues Haus.

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derherold - Sonntag, 27. April 2008, 15:00
Ich dachte ein Flugzeug.
Sozusagen @hardy37

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kid37 - Sonntag, 27. April 2008, 16:09
Der war ja Modellflugzeugkonstrukteur. Vielleicht wird mein Haus auch eher klein sein. Je nachdem, wieviel Asche bleibt.

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twoblogs - Samstag, 26. April 2008, 01:35
Waer das schoen, wuerde „Verdraengung“ so funktionieren: Stueck Zucker drauf, Stueck Holz drauf, Stueck Eisen drauf etc!. ES ist dann ganz unten, nicht nur nicht sichtbar, sondern faktisch nicht existent! Meinten Sie das so?
Scheeni Zyt von Audrii

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kid37 - Sonntag, 27. April 2008, 22:58
Ich versuche nur, beim Ausradieren nicht zuviel auszuradieren. Wegen der vielen offenen Fragen hat sich ein großes Fragezeichen aus Asche über alles gelegt. Radiert man da rum, man kennt es aus dem Kunstunterricht, verschmiert das ganze Blatt, wird grau, schwarz, unansehnlich - wie heißt das Wort? - häßlich. Genau. Ins Häßliche verdrängt. Ich allein kann dem Bild leider keinen schöneren Rahmen geben. Es kommt jetzt in die gute alte rostige Eisenkiste. Da kann ES ja toben.

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zuckerkick - Samstag, 26. April 2008, 14:05
Damals ist wie heute. Nur heute ist viel schlimmer.

Aus den Augen, aus dem Sinn - irgendwie, irgendwann. Und man denkt, es wäre gut so. Doch niemand warnt einen vor dem Augenblick, in dem alles zurück kommt, schmerzvoller denn je. Frau Duffy sing "Hanging on too long" auf zu heftiger Rotation und ich verlange nach einem größeren Radierer.

Schmerz ist das, was weh tut. Liebe ist lebensgefährlich.

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kid37 - Sonntag, 27. April 2008, 14:05
Irgendwann erkannte ich, daß ich auf meinem Karton offener Fragen wohl sitzenbleiben werde. Man will ja auch nicht ewig betteln. Dann packt man ihn ein, bindet Bänder aus Zorn, Zweifel, Wehmut und Ohnmacht darum und stellt ihn zu dem anderen Karton, den mit den schönen Erinnerungen. Aber manchmal springen die auf, diese Kisten. Unvermittelt. Mal die eine, mal die andere. Man weiß nicht, was schlimmer ist.

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cut - Sonntag, 27. April 2008, 15:34
Love is Dead. The Mr T Experience. Wußten die auch schon (relativ frühe Lookout Platte, 1996). Schöner Song. Locker, flockig, Sommer, Sonne, Baggersee. Schön zum mitsingen: Singing la la la la love is dead that's why I'm crying ...

Karton zu.

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kid37 - Sonntag, 27. April 2008, 16:08
Locker und flockig sind ja meine zweiten Vornamen, das paßt. Werde ich mir anhören, die Elbstrandsaison ist ja sozusagen jetzt. Merci.

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kinky - Sonntag, 27. April 2008, 16:10
Jack in the Box.

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