Montag, 16. März 2009


Bei Bux und Hase

Man kann nicht jeden Tag urban sein. Aber wenn man die Metropole in sich trägt, ist die Metropole auch immer dabei. Selbst wenn man am Wochenende in das eher beschauliche Städtchen Buxtehude fährt. Mit Stulle, Wanderstock und einer imaginierten Karte im Kopf will man so schauen, was das Alte Land neugierigen Blicken zeigt. Backstein reiht sich an Backstein, Fachwerk und Lebkuchenhäuschen, der Tourist sagt "pittoresk" und hält das Köpfchen so schief wie die stürzenden Linien der Häuserfronten.

Es ist was los in Buxtehude, freundliche Menschen, sehr freundliche Menschen, ein Hase, zwei Igel und demnächst kann man dort Kometen sehen. Die Stadt hat Witz und die Tochter von Rudi Carrell. Und ein Kino mit einem sehr eigenen Charme, der im einsetzenden Nieselregen voll erblüht. Denke ich mal. Und wenn es regnet, halten die kleinen Jungs auf ihren billigen Fahrrädern die Einkaufstüten enger am Körper. Es sind diese Städtchen, die man von außen betrachtet, aber von innen nur sehen kann.