Detectorists, rev.



Endlich erreichte mich die Augustausgabe von Science and Invention, dem monatlichen Magazin für Forscher und Erfinder wie mich. Neulich stellte ich ja die ganz vorzügliche britische Serie Detectorists vor, nun rückt die Gelegenheit näher, selbst in die Fußstapfen großer Entdecker zu treten und einen Topf voll Gold irgendwo im Schutt der Geschichte zu finden. Ich bin schon ganz aufgeregt und hoffe, alle benötigten Teile im Haus zu haben, weil der Besuch von Baumärkten nach wie vor etwas umständlich ist.



Wäre es nicht fantastisch, fünde ich eine zweite Himmelsscheibe von Nebra (hier eine Abbildung)? Es wönke Ruhm und Ehre für mich und natürlich Finderlohn - ich künnte mir ein Wörterbuch der Konjunktive kaufen! Wer mich also demnächst mit kurzen Hosen und einem Kopfhörer auf den Ohren durch die Felder streifen sieht, darf ruhig mal winken - aber am besten nicht von hinten, außer man hat einen Arm aus Metall, dann kann ihn mein Detektor erspähen.

Wunderkammer | 13:23h, von kid37 | Kondolieren | Link

 
twasbo - Mittwoch, 21. Juli 2021, 14:20
Vorsicht, dieses Wissenschaftsmagazin ist nicht seriös! "How to build a buried treasure finder" verspricht eine Anleitung zum Konstruieren eines verschütteten Schatzfinders. Ein solcher ist indes völlig nutzlos, denn von Anfang an verschüttet ist er wohl kaum einsetzbar und, mehr noch, nicht einmal auffindbar. Wozu sich dann die Mühe machen?
Ja, würde das Magazin stattdessen dazu anleiten, einen "finder of buried treasures" zu bauen ...
Ich rate dazu, das Abonnement des pseudowissenschaftlichen Machwerks zu kündigen. Trust the science!

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kid37 - Mittwoch, 21. Juli 2021, 22:01
Fatal, an dieser Überlegung ist was dran. Ich habe die Seiten noch nicht aufgeschnitten, muß mir erst die Konstruktionszeichnung anschauen. Vielleicht steht da was von "Sandschaufel mandatory". Dann kann man den ausbuddeln. Wenn man weiß, wo er ist.

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fidibus - Mittwoch, 21. Juli 2021, 20:25
Möge das Schatzsucherglück Ihnen hold sein! Lasse schon mal einen Platz im Museum in Halle (Saale) neben der Himmelsscheibe frei räumen.

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kid37 - Mittwoch, 21. Juli 2021, 22:03
Danke Ihnen! So eine kleine Finder-Plakette mit "kid37" wäre schon schön. Man will ja nicht vergessen werden. "Der Mann, der einen bemalten Pappteller die Himmelsscheibe fand." Klingt gut.

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frau eff - Donnerstag, 22. Juli 2021, 07:55
Auch in unserem Haushalt ist die Serie Detectorists eine große Freude gewesen. Ich würde sogar sagen, mit therapeutischem Wert. Sobald ich den Titelsong hören ("Will you search through the lonely earth for me?
Climb through the briar and bramble..."), sehe ich mich durch unspektakuläre britische Felder streifen.
Und man lernt: Es muss kein Gold sein, Knöpfe gehen auch!

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kid37 - Donnerstag, 22. Juli 2021, 08:12
Man kann wunderbare Vorträge über Knöpfe halten! Ich sehe da eine gewisse Zukunft für mich, vielleicht sogar auf der re:publica. Die Botschaft ist auch schön. Daß man nicht immer nur auf den Boden, sondern manchmal auch einfach nach oben schauen sollte.

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au-lait - Samstag, 24. Juli 2021, 21:12
Zu Knopfvorträgen kann man auch wunderbar Schnurrbart tragen und Zitruslimo trinken.

Und der Titelsong ist hinreißend und bewirkt bei mir genau dasselbe, Frau Eff. :)

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au-lait - Samstag, 24. Juli 2021, 21:11
Von Lance und Andy lernen, kann mit Glück doch schonmal dazu führen, dass Du mindestens den Currywurstpappenbruder der Himmelsscheibe von Nebra (zum Niederknien, Deine Abbildung) findest. Und der Heftfund ist ja fantastisch. Umso mehr Tipps dank Serie und Konvolut hast Du jetzt ja vermutlich auch, die richtige Sonde zu ergattern.

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kid37 - Montag, 26. Juli 2021, 20:47
Ich bilde mich diesbezüglich fort, erschrecke aber über Rechtsnormen und Vorschriften, die diese Freizeitbeschäftigung stärker einschränken als eine Querdenker-Demo. Ich hoffe aber auf Anerkennung durch die archäologische Gesellschaft, meine Himmelsscheibe wird bestimmt Interesse wecken.

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