Mittwoch, 2. November 2016


Wie ein Käfer erstarren

Ich konnte am Wochenende leider nicht raus, einen kleinen Herbstspaziergang um mein bescheidenes Wasserschloß zu machen, derweil ich mein Einstecktuch nicht finden konnte. So setzte ich dann eine Maschine Wäsche an, aß etwas Kuchen, setzte die Schachfiguren meines Lebens ein paar Felder weiter, und überlegte, nachdem ich die Böden gewischt hatte, ob ich nicht an meinem Auto schrauben sollte, besäße ich es nur.


Quelle: Internet

Ich habe selten Autowünsche, aber bei solch interessanten Exemplaren drückte ich ein Auge vor mir selber und meinen Anwandlungen zu. Das Auto, wohl ein Horch, ist längst Seite an Seite neben dem Insekt ausgestorben, das hier wohl Pate stand. Ein Käfer der langgezogenen Art. Aber so was wird ja alles nicht mehr gebaut. Früher hatte das jeder!

Mit solch einem Auto könnte ich auch die Schneewittchensargfahrer ausstechen, denen meist viel Volvollen entgegenschlägt in der autointeressierten Umwelt. Bei Damen zum Beispiel. Aber dann komme ich mit meinem Horchkäfer! Parkte den auf einer Wiese und schlüge ein Campingquartier. Wie eine winterschlaffe Made könnte ich mich hinten in die gläserne Chitinhülle legen, ausgiebig erholsame Winterruhe halten und auf die Metamorphose warten. Den Traum träumen wie so viele Gliederfüßer - daß aus mir noch etwas werden könne!