Samstag, 3. August 2013


Überstanden

Der Sommer scheint zum Glück überstanden. Gestern ein letztes Aufbäumen, nun sinken die Temperaturen den bald folgenden welken Blättern gleich hinab. Juchhu! mag man rufen. Nun kommt sie, die schöne Zeit, der Schrecken, wie die meisten Schrecken, geht vorbei. Juchhu! rufe ich also den jungen Menschen auf der anderen Straßenseite zu, die auf dem Weg zum Freibad sind. Es ist ein Herbst in der Luft, zaghaft kämpft er an gegen letzte fiebrige Schwaden aus Einweggrills und Sonnenmilch. Er lauert aber da, unverkennbar, unverstellt und einem sanften, nachsichtigen Lächeln, weht mit milder Luft über strandsandige Haut. Juchu! also, ihr Toren. Zum Ende geht, was enden muß.

Gestern einen Anflug von Kraft dazu genutzt, der Ankunft der Herbstmode in den Geschäften zu applaudieren. Über dicke wollene Woolrich-Jacken zu streichen, über schwere dunkle Stoffe doppellagiger Mäntel, in Gedanken die guten Menschen einkleidend. So seht ihr dann aus in meinen schwelgenden Träumen und auf dem Weg zum Herbstpicknick.

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