Betrachtung I

Manchmal denke ich, morgendlich erwacht: Was, wenn der Himmel Haare hätte wie eine ungekämmte Männerbrust?

Wie eine Tageslosung knete ich diesen Gedanken durch die folgenden Stunden, versuche, die Welt ganz neu zu denken, haariger, brustiger, suche Muster und Analogien und Beweise für einen Riss in der Realität, der solche Bilder überhaupt erst zulässt.

Romantisch an einem Gestade auf dem Rücken liegen, Sätze wie "Sieh die schönen Wolken am Himmel!" kommentieren mit "Ja, wie eine haarige Männerbrust" als unwillkommenen, mindergeschätzten Gesprächseinstieg aus Unterbrechungen und Zurückweisungen empörter Art.

Das ist natürlich nur eine Metapher für etwas Verhangenes, das noch mal anders formuliert sein will. In Wahrheit sind ganz andere Sachen passiert. Doch dazu mehr an einem anderen Tag.

Projektor | 22:30h, von kid37 | Kondolieren | Link

 
samojede - Dienstag, 10. März 2026, 09:16
Was weiß man was sich hinter Wolken , Rißen & Busen verbirgt... ..... ...... . . ...Trotzdem oder gerade deshalb galiegrü.

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kid37 - Dienstag, 10. März 2026, 10:18
Wenn man das blaue Wasser aus dem Meer schöpft und in ein Glas füllt, warum ist es nicht mehr blau? Wir akzeptieren diese Illusion. Aber was, wenn plötzlich Haare im Glas schwimmen würden? (Hätte ich eine Talkshow, ich würde Politiker nur zu solchen Themen einladen. Weil es die Menschen bewegt.)

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sakanachan - Dienstag, 10. März 2026, 11:18
Sie haben wieder diese Träume gehabt...

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twasbo - Dienstag, 10. März 2026, 12:10
Ich persönlich warte ja ungeduldig auf dieses "Anders-formuliert-Sein". Es kann letztlich nicht die Lösung sein, dass ich mir jetzt einen haarigen Busen vorstelle. Bleibe aber angesichts dieses bags of mixed metaphors vorsichtig optimistisch.

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